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Volksabstimmung vom 11. März 2012 - EVP lehnt Strichplatz in Altstetten ab
Der Vorstand der EVP der Stadt Zürich hat nach intensiver Diskussion die Nein-Parole zum Projekt Strichplatz Depotweg in Zürich Altstetten beschlossen (Bewilligung eines Objektkredits von 2 395 000 Franken und einer Miete von 92 480 Franken pro Jahr). Die EVP ist überzeugt, dass der geplante Strichplatz nicht zu einer Verlagerung, sondern zu einer Ausweitung der Strassenprostitution führt und dadurch noch mehr Frauen in diese Form der Prostitution gedrängt werden. Der Schutz der Prostituierten wird durch einen städtischen Auto-Strichplatz nur scheinbar verbessert. In Tat und Wahrheit bleiben die sich anbietenden Frauen den mafiösen Strukturen und den Gesundheitsrisiken des Sexmilieus genauso ausgeliefert wie beim Strassenstrich am Sihlquai.
Die Strassenprostitution ist eine der unwürdigsten Formen der sexuellen Ausbeutung. Der geplante Auto-Strichplatz bedeutet eine Verharmlosung dieser Tatsache. Nach Auffassung der EVP soll der Strassenstrich am Sihlquai und andernorts in der Stadt aufgehoben werden wie damals die offene Drogenszene.
Das bestehende breite Sexangebot in entsprechenden Salons braucht gemäss EVP keine Ergänzung durch eine offene Strassenstrichszene. Die EVP lehnt deshalb den Kredit von Fr. 2.4 Mio. für dieses Projekt ab und setzt sich für eine klare Bekämpfung des Strassenstrichs ein. Um so wichtiger ist es, dass für betroffene Frauen „in house“ Strukturen entstehen, die von den Frauen unabhängig und selbständig verwaltet werden, und der Einflussnahme von Zuhältern und dem zunehmenden Menschenhandel entzogen bleiben.
Für weitere Auskünfte:
Claudia Rabelbauer, Präsidentin Stadtpartei EVP, Tel. 079 787 67 50
Veröffentlicht am:
16:52:20 02.02.2012
von Daniel Hofer
Letzte Aktualisierung
19:41:52 11.02.2012